0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Y Z

Harz

Aromatische Harze der Nadelbäume

Die balsamisch duftenden Harze der Nadelbäume wurden in der Frühzeit zum Räuchern verwendet, denn ihr Holz ist harzreicher als jenes der Laubbäume. Wie diese Düfte genau zu rituellen und heilerischen Zwek­ken eingesetzt wurden, wissen wir nicht mehr. Doch es ist anzunehmen, daß die Men­schen damals über die Heilkraft dieser Har­ze Bescheid wußten. Die Harze der ein­hei­mischen Bäume haben desinfi­zie­rende und wundheilende Wir­kungen.

Sie waren deshalb Bestand­teil der ersten von den Menschen zubereiteten heilkundlichen Mittel. Heu­ti­ge Naturvölker verwenden noch immer Harzsalben, um Wun­den zu bestreichen. Dieser Brauch hat sich bei uns bis Anfang des Jahr­hun­derts erhalten und verschwand dann. Nur noch in der [[Tierheil­kunde]] verwendet man heute Harz­salben.

Vom Duft der Nadelholz-Harze kön­nen wir uns in diese frühen Zeiten entführen lassen, als Europa von einem geschlossenen Wald bedeckt war und unsere Vorfahren noch die Sprache der heilenden Bäu­me verstanden. Die Harze von Kie­fern, Fichten, Tannen, Lärchen und Wacholder unterscheiden sich durch leicht variierende Düfte. Es ist nicht schwer, sich mit Räucherharzen, wie sie in der Frühzeit verwendet wurden, zu versorgen. Bei einem Spazier­gang durch einen Nadel­baum­wald wird man sicher auf Bäume stoßen, an deren Rinde Harz austritt. Der Baum reagiert mit Harz­fluß auf Verletzungen der Rinde und des Holzes. Der antike Philosoph und Naturforscher Theo­phrast empfiehlt, die Harze der Bäume um die Zeit des Aufgangs des Sirius (Hundsgestirn) zu sammeln. Dies ist bekanntlich die Zeit der so­ge­nann­ten Hundstage, den heiße­sten Tagen des Jahres.

Es lohnt sich, das Harz im Sommer zu sammeln, da durch die höhere Verdunstung der Wasser­gehalt  im Harz besonders niedrig ist. Je weniger Wasser im Harz der Nadelbäume enthalten ist, um so feiner riecht die Räucherung. Mit einem Messer oder Spatel kann man das ausgetretene Harz leicht abkratzen und am besten in etwas Alu­folie eingewickelt mit nach Hause nehmen. Für ein gutes Räucherharz sollten die Harzstücke etwa ein Jahr lang getrocknet werden. Erst dann verströmen sie ihren balsamischen Duft. Naturharze entwickeln beim Räuchern viel Rauch. Sie eignen sich deshalb eher für ein Räuchern im Freien oder bei geöffnetem Fenster.
Zum Räuchern werden kleine Harz­stück­chen auf die glühende Räu­cher­kohle oder auf einen heißen Stein am Feuer gelegt.

Auszug aus dem Buch Das Buch vom Räuchern von Susanne Fischer Rizzi.
Weitere  Bücher zum Thema Räuchern und Räucherwerk finden Sie hier.

Harze kaufen

Kiefernharz (Kolophonium) 1. Wahl
Kiefernharz (Kolophonium) 1. Wahl
Inhalt 20 Gramm (€ 16,00 * / 100 Gramm)
ab € 3,20 *
Kiefernharz dunkel 10 g
Kiefernharz dunkel 10 g
Inhalt 10 Gramm (€ 49,50 * / 100 Gramm)
€ 4,95 *
Fichtenharz (Burgunderharz) 5 g
Fichtenharz (Burgunderharz) 5 g
Inhalt 5 Gramm (€ 59,00 * / 100 Gramm)
€ 2,95 *
natur!
Wacholder natur
Wacholder natur
Inhalt 10 Gramm (€ 35,00 * / 100 Gramm)
ab € 3,50 *
natur!
Wacholder natur 10 g, ganze Pflanze, getrocknet
Wacholder natur 10 g, ganze Pflanze, getrocknet
Inhalt 10 Gramm (€ 37,50 * / 100 Gramm)
€ 3,75 *
natur!
Fichtennadeln natur
Fichtennadeln natur
Inhalt 10 Gramm (€ 24,00 * / 100 Gramm)
ab € 2,40 *
natur!
Weisstannennadeln natur 20 g
Weisstannennadeln natur 20 g
Inhalt 20 Gramm (€ 22,50 * / 100 Gramm)
€ 4,50 *