Weisser Salbei
Ab heute präsentieren wir Ihnen unsere neue Kategorie “Wirksame Räucherstoffe der Indianer Nordamerikas”.
Zunächst möchten wir den Weissen Salbei vorstellen.
Salbei, White sage
Salvia apiana
Der Salbei gehört zu den gebräuchlichsten Räucherpflanzen der Indianer. In Nordamerika gedeihen verschiedene Arten des Salbeis, welche von den jeweiligen Stämmen der verschiedenen Regionen verwendet werden. Salbei wird zum Räuchern wie auch für viele verschiedene heilende Anwendungen gebraucht. Die Navajos zerreiben die Blätter und behandeln damit Verbrennungen. Bei rheumatischen Beschwerden gebrauchen viele Stämme den Salbei zur Räucherung und als heißen Umschlag. Indianerstämme, die in heißen, wüstenähnlichen Gegenden leben, verwenden Salbeitee, um den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen zu reduzieren. Salbei wirkt schweißhemmend und hält das Wasser im Körper, deshalb sollen die Apachen in Kriegszeiten so lange in der Wüste überlebt haben. Eine der beliebtesten Salbeiarten zum Räuchern ist der Weiße Salbei, Doh-loo-na, heute White Sage genannt. Er gedeiht in den Küstengegenden des südlichen Kaliforniens in der Region zwischen Santa Barbara und der Baja California. Diese kräftige Salbeiart hat Blätter, die weißlich behaart sind, was der Pflanze ihren Namen verlieh. Die blauen Lippenblüten stehen in schönem Kontrast zu den silbrig-weißen Blättern und Stengeln. Dieser Salbei gilt bei den Indianern als atmosphärisch stark reinigende Pflanze, die zum Beispiel vor Heilungsritualen, für Schwitzhüttenzeremonien und rituelle Feste verwendet wurde und wird. Aber auch Räume und Gegenstände werden mit Salbeiräucherungen gereinigt. Beim Räuchern entwickelt diese Pflanze einen herb-frischen Duft. Sie erfrischt den Geist und soll das Gedächtnis stärken. White-Sage-Räucherungen unterstützen unseren Weg zur Weisheit und geistigen Klarheit. Statt des Weißen Salbeis kann auch eine andere Salbeiart verwendet werden. Wichtig ist, daß der Salbei gut getrocknet ist, da er feucht einen muffigen Geruch erzeugt. Man kann ihn im Topf oder im Garten leicht kultivieren.
Auszug aus dem Buch von Susanne Fischer Rizzi “Das Buch vom Räuchern“
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